Strategie

Strategie 2018 bis 2022

Zukünftige Stoßrichtungen: Mehr Intelligenz in Maschinen und Anlagen - neue Geschäftspotenziale für die Unternehmen erschließen.

Intelligente Technische Systeme
Im Fokus der it‘s OWL Strategie steht die Entwicklung von Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren: Intelligente Technische Systeme. Sie entstehen  durch das Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaften und Informatik und zeichnen sich durch die folgenden Eigenschaften aus:

  • Sie interagieren mit ihrem Umfeld und passen sich diesem selbstständig an (adaptiv);
  • sie bewältigen auch unerwartete und vom Entwickler nicht berücksichtigte Situationen in einem dynamischen Umfeld (robust);
  • sie antizipieren auf Basis von Erfahrungswissen die Wirkungen unterschiedlicher Einflüsse (vorausschauend);
  • sie berücksichtigen das unterschiedliche Verhalten von Anwendern (benutzerfreundlich).

Neue Herausforderungen
Seit dem Start von it‘s OWL haben sich das technologische Umfeld und die Anforderungen der Kunden verändert. Dies stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Autonomie: Autonome Maschinen und Anlagen lösen auch komplexe Aufgaben eigenständig ohne menschlichen Eingriff. Wie können diese Systeme entwickelt und sowohl technische Herausforderungen als auch neuar-tige rechtliche und ethische Fragestellungen ganzheitlich adressiert werden?

Dynamische Vernetzung: Durch den steigenden Vernet-zungsgrad von Maschinen und Anlagen entstehen komplexe Systemverbünde. Welche Anforderungen werden an die Interaktion von technischen Systemen untereinander gestellt?

Sozio-technische Interaktion: Eine steigende Komplexität von technischen Systemen darf nicht zu einer steigenden Komplexität in der Bedienung führen. Welche Anforderungen ergeben sich hinsichtlich einer intuitiven Bedienung von Maschinen und Anlagen und wie werden die Bedarfe der Nutzer berücksichtigt?

Produkt-Service-Verzahnung: Marktleistungen und Geschäftsmodelle verändern sich im Kontext der Digitalisierung. Wie verändern sich Produkte und welche zusätzlichen Services erwarten Kunden in Zukunft? Welche Veränderungen ergeben sich für bestehende Geschäftsmodelle und wie können diese um weitere Angebote erweitert werden?

Innovationsplattform für neue Technologien
Um ihre Technologieführerschaft und Wettbewerbsfähigkeit zu behaupten, müssen Unternehmen die Intelligenz in ihren Produkten und Produktionsverfahren erhöhen und neue Nutzenpotenziale erschließen.
Dazu werden im Technologie-Netzwerk neue Technologiefelder erschlossen. Dabei geht es um maschinelle Intelligenz, die Gestaltung von sozio-technischen Systemen, digitale Infrastruktur, Safety & Security, Wertschöpfungsnetze und Advanced Systems Engineering. In diesen Bereichen werden Basistechnologien, Lösungsmuster und Software-Bibliotheken entwickelt und für die Unternehmen in einer Innovationsplattform verfügbar gemacht.

Die Basis hierfür bilden Innovationsprojekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, in denen sie Lösungen für die oben genannten Herausforderungen entwickeln (Autonomie, dynamische Vernetzung, sozio-technische Interaktion und Produkt-Service-Verzahnung).  Dabei geht es beispielsweise darum, die Erfolgspotenziale digitaler Plattformen und Verfahren der künstlichen Intelligenz zu erschließen oder eine technische Infrastruktur für digitale Zwillinge aufzubauen.

Technologietransfer, Unternehmertum und Arbeit 4.0
Ein wesentlicher Schwerpunkt ist der Technologietransfer in den Mittelstand. In Transferprojekten können kleine und mittlere Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation lösen. Darüber hinaus können sie sich in Fachgruppen mit anderen Unternehmen austauschen. Digitalisierungschecks dienen dazu, Optimierungspotenziale im Unternehmen zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu identifizieren. Demonstrationszentren machen Anwendungen neuer Technologien erfahrbar.

Zudem geht es darum, neue Geschäftsideen im Bereich der intelligenten Fertigung zu identifizieren und zu erfolgversprechenden Geschäftskonzepten weiter zu entwickeln. Start-ups werden gefördert und ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen intensiviert. Der Technologiefonds OWL bietet Zugang zu Wachstumskapital.

Darüber hinaus werden unter Einbindung der Beschäftigten praxisnahe Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft erarbeitet, um Arbeitsbedingungen zu optimieren und Beschäftigte zu qualifizieren. Themenfelder sind Lernplattformen, kognitive Assistenzsysteme, partizipative Technologiegestaltung sowie agile Führung und Personalentwicklung.

In allen vier Programmbereichen werden auch Kooperationen mit internationalen Partnern gesucht. Dabei liegt der Fokus auf den Ländern China, Finnland, Indien, Japan, Kanada und USA.