Entwicklung des Clusters

it's OWL hat sich in den vergangnen fünf Jahren als Motor für die Wettberwerbsfähigkeit des produzierenden Gewerbes in OstWestfalenLippe etabliert.

Technologieführer und Spitzenforschung

OstWestfalenLippe gehört zu den stärksten Produktionsstandorten in Europa – gekennzeichnet durch eine hohe Beschäftigungskonzentration, Innovationsfähigkeit und Exportquote. Im Maschinenbau, der Elektro- und Elektronikindustrie sowie der Automobilzulieferindustrie bieten 400 Unternehmen Arbeitsplätze für rund 80.000 Beschäftigte und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 17 Milliarden Euro.

Familiengeführte Unternehmen und ein breiter Mittelstand bilden den Kern des Clusters. Dazu zählen zahlreiche Welt-marktführer: starke Marken wie Benteler, Claas, Diebold Nixdorf, DMG Mori, GEA, Hella, Hettich und Miele, aber auch viele Hidden Champions wie Kannegiesser oder WP Kemper. In der Industrieelektronik setzen Beckhoff, Harting, KEB, Lenze, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller Weltstandards. In der Verbindungstechnik verfügen sie über  einen Weltmarktanteil von 75 Prozent.

Die regionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen für interdisziplinäre Spitzenforschung auf Gebieten wie beispielsweise Künstliche Intelligenz, Industrieautomatisierung, Arbeit 4.0 und Systems Engineering. In vier Sonderforschungsbereichen, 18 Forschungsinstituten und drei Fraunhofer Einrichtungen arbeiten rund 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Lösungen von morgen. Die Hochschulen bieten über 20.000 Studierenden eine exzellente Ausbildung in den MINT-Fächern.

 

Erfolgsbilanz des Spitzenclusters 2012-2017
Erfolgsbilanz des Spitzenclusters 2012-2017

Lösungen für Industrie 4.0 im Mittelstand

Von 2012 bis 2017 wurden im Rahmen des Spitzenclusters mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 47 Projekte umgesetzt. Darin haben Unternehmen und Forschungseinrichtungen Lösungen entwickelt, mit denen Unternehmen die Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Benutzerfreundlichkeit ihrer Geräte, Maschinen und Anlagen verbessern können.

So haben die Weltmarktführer der Automatisierungstechnik neue Lösungen für die Produktion von morgen erarbeitet. Das Spektrum reicht von intelligenten Steuerungen und Antrieben über Data Analytics, durchgängige Datennutzung und maschinelles Lernen bis zu kollaborativer Robotik. DMG MORI hat intelligente Werkzeugmaschinen konzipiert, Kannegiesser eine ressourceneffiziente selbstoptimierende Großwäscherei. Selbstbedienungsterminals von Diebold Nixdorf wurden mit intelligenten Bedienschnittstellen ausgestattet. Claas hat die Vernetzung und Umfelderkennung von Landmaschinen vorangetrieben. Hella hat intelligente Scheinwerfer entwickelt und die Reichweite von Elektroautos verbessert.

Grundlage dafür waren Basistechnologien, mit denen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen Ergebnisse der Spitzenforschung für die Unternehmen verfügbar gemacht haben. Dabei ging es um die Bereiche Selbstoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, intelligente Vernetzung, Energieeffizienz und Systems Engineering.

Davon haben durch ein innovatives Transferkonzept vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitiert. In 171 Transferprojekten konnten sie konkrete Herausforderung-en im Betrieb lösen und erste Schritte auf dem Weg zur In-dustrie 4.0 gehen. Die Rückmeldungen sind hervorragend:  Drei Viertel der Unternehmen sind mit dem Projektablauf zufrieden. 69 Prozent geben an, dass sie eine wesentliche Weiterentwicklung vollzogen haben.

In dem Modellprojekt Arbeit 4.0 haben fünf Unternehmen gemeinsam mit der IG Metall die Einführung von Assistenzsystemen in der Produktion getestet. Dabei haben Unternehmensspitze, Beschäftigte, Betriebsrat und Gewertschaft eng zusammen gearbeitet. Erfolgsfaktoren sind insbesondere eine positive Grundeinstellung zum Thema Digitalisierung, eine intensive Kommunikation in den Unternehmen sowie die Einbindung der Beschäftigten.

Motor für die Entwicklung des Standorts OstWestfalenLippe

it‘s OWL ist ein starker Impuls für die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Gewerbes in OstWestfalenLippe. Seit dem Start des Spitzenclusters 2012 haben die Unternehmen rund 7.500 neue Arbeitsplätze geschaffen.

34 Unternehmen im Bereich der flexiblen Fertigung wurden gegründet. Dazu gehören beispielsweise die Instandhaltungsplattform Werkbliq und die verlinked GmbH, die Lösungen für die Kommunikation von Maschinen anbietet. Solihde entwickelt individuelle Lösungen für die Geschäftsprozessoptimierung. Und Assembly Solutions konzipiert passgenaue Assistenzsysteme für die Montage und Wartung.

Sieben Forschungsinstitute sind entstanden, darunter das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (Paderborn) und das Fraunhofer IOSB-INA – Abteilung Industrial Automation (Lemgo).

Darüber hinaus wurden an den sechs Hochschulen unter Einbindung der Wirtschaft 23 neue praxisnahe Studiengänge geschaffen – darunter viele duale und berufsbegleitende Angebote. So konnte die Anzahl der MINT-Studierenden um 48 Prozent gesteigert werden.

Immer aktuell informiert

Der it’s OWL Newsletter informiert Sie alle zwei Monate kostenlos über die wichtigsten Meldungen aus dem Technologie-Netzwerk.
Es erwarten Sie Neuigkeiten aus der Welt der intelligenten technischen Systeme, Updates aus den Forschungsprojekten
und interessante Veranstaltungshinweise.

Jetzt Newsletter abonnieren