Transferprojekte

Wie neu geschaffene Flächen in die bestehende Produktionsstätte eingebunden werden

Transformationsplanung für die Intralogistik im Kontext der Digitalisierung der Wertschöpfungskette

Die MIT Moderne Industrietechnik GmbH & Co. KG ist Hersteller von Systemlösungen für die Prozesstechnik. Neben der Fertigung von Industriearmaturen werden diese kundenindividuell projektiert, konstruiert und installiert. Mit dem Kauf eines angrenzenden Grundstücks und der Renovierung der dortigen Werkshallen ergeben sich Potentiale für die Erweiterung der Lager-und Produktionsflächen. Die neu geschaffenen Flächen gilt es nun in die bestehende Produktionsstätte einzubinden. Im ersten Schritt wird die Schaffung eines Warenlagers geplant. Dabei bestehen eine Reihe konzeptioneller Herausforderungen die das Hallenlayout, die Lagerhaltung und zugrundeliegenden Prozesse betreffen. Diese sollen im Hintergrund einer ganzheitlichen betriebswirtschaftlichen Betrachtung und Optimierung gelöst werden.

Für das Projekt wurden vier Handlungsfelder identifiziert:

  1. Ganzheitliche Planung eines Layouts für die neue Lagerhalle unter Berücksichtigung zukünftiger Prozessstrukturen und Ressourcen
  2. Soll-Prozess-Planung unter Berücksichtigung der ERP-Systemumstellung
  3. Erarbeitung eines verbesserten Material- und Informationsflusses in der bestehenden Fertigung
  4. Erarbeitung alternativer zukünftiger Szenarien für Produktion und Logistik

Zu Beginn des Projekts wurden zunächst Rahmenbedingungen für den Umzug des aktuellen Lagers in eine neue Halle strukturiert erfasst. In Form von Workshops wurden alle relevanten Themen diskutiert. Diese reichten bspw. von rechtlichen Aspekten, über einzubindende Stakeholder bis hin zu einer angepassten Auftragsdisposition für die Zeit des Lagerumzugs. Auf Grund eines sehr knappen Zeitplans seitens der MIT für den Lagerumzug wurden im Anschluss alternative Layout Varianten erarbeitet, diskutiert und bewertet.

Anschließend wurden die Unternehmensprozesse ausführlich diskutiert und evaluiert. Dabei wurden die Soll-Prozesse der Intralogistik geplant. D.h. es wurden sowohl die Prozesse im Lager als auch die Prozesse zu angrenzenden Bereichen wie der Fertigung erarbeitet. Es wurden zukünftige Szenarien für die Produktion und Logistik geplant. Im Rahmen der Prozessarbeit stellte sich heraus, dass zahlreiche Probleme ihren Ursprung in vorgelagerten Prozessen haben. So wurde weiterhin der übergreifende Auftragsabwicklungsprozess in Summe analysiert. In Abteilungsübergreifenden Workshops wurde der Soll-Prozess vom Eingang der ersten Anfrage bis hin zur Auslieferung analysiert. Dabei wurden zahlreiche Potentiale identifiziert, Maßnahmen erarbeitet und diese gemeinsam priorisiert.

Zentrale Resultate des Projekts sind das erfolgreich geplante Lager, in das die Logistik der MIT schon umgezogen ist, identifizierte Potentiale sowie die bereits erfolgreich umgesetzten organisatorischen bzw. prozessualen Anpassungen.

Als zentrale Anknüpfungspunkte ergaben sich die Aufgaben der „Prozess- und Rollengestaltung“ und „Projekt und Produktarchitektur".