Technische Infrastruktur für digitale Zwillinge

Mit digitalen Zwillingen Einsparpotenziale realisieren

Industrie 4.0 basiert auf dem Austausch von Informationen, die interoperabel und automatisch interpretierbar sind. Große Potenziale für Effizienzsteigerung und Flexibilisierung stecken hierbei in einer stärkeren Vernetzung der einzelnen Lebenszyklusphasen: von der Produktent-wicklung und Produktionsplanung über Betrieb und Service bis zur Entsorgung.

Bereits heute entstehen über den Lebenszyklus Daten und Modelle, zum Beispiel CAD- und Simulationsmodelle, Konfigurationen für Maschinen oder Optimierungen des Ressourcenverbrauchs. Diese liegen jedoch in unterschiedlichen Datenformaten mit unterschiedlicher Datenstruktur und in unterschiedlichen Werkzeugen vor. Zukünftig soll ein digitaler Zwilling die ganzheitliche Sicht auf Produkte entlang ihres Lebenszyklus er-möglichen.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung einer technischen Infrastruktur für digitale Zwillinge. Diese interoperable durchgängige Infrastruktur soll den Zugriff auf die digitalen Beschreibungen und Teilmodelle von Maschinen, Produkten und Betriebsmitteln sowie deren Interaktion über den gesamten Lebenszyklus effizient ermöglichen. Dadurch können voraussichtlich Einsparpotenziale von über 50 Prozent realisiert werden. Die technische Infrastruktur basiert auf Informationsmodellen, Schnittstellen und geeigneten Kommunikationsprotokollen. Dabei werden Anforderungen aus den Bereichen Energie- und Fertigungstechnik sowie existierende Industrie 4.0-Standards und IT-Systeme, wie zum Beispiel PLM-, ERP-, MES- oder PIM- und Simulations-Systeme, berücksichtigt.