Internationale Kooperation mit Kanada. Die ersten Projektskizzen werden eingereicht

Diese Woche besucht eine kanadische Delegation der University of British Columbia it’s OWL. Dieser Besuch ist ein weiterer Schritt, um die internationale Zusammenarbeit mit Kanada zu intensivieren und konkrete internationale Projekte zu starten. Kanada gilt für it’s OWL als eine wichtige Fokusregion im Bereich der Internationalisierung. Die Skizzen für erste gemeinsame Projekte werden im Januar eingereicht.
 

Konferenzteilnehmer
TCI Global Conference 2018 und Treffen der Supercluster in Toronto

Bereits bei der Gründung des Spitzenclusters it’s OWL war eines der Ziele auch international eine führende Position im Bereich der Intelligenten Technischen Systeme anzustreben. Neben einer lokalen Vernetzung und bundesweiten Sichtbarkeit wurde in einem Internationalisierungsprojekt eine weltweite Vernetzung zwischen it’s OWL und ähnlichen Netzwerken ausgelotet.

Mit Beginn der zweiten Förderphase Anfang dieses Jahres ging es auch mit der Internationalisierung weiter. „Wir haben uns dabei die Ergebnisse aus der ersten Förderphase angesehen“, erläutert Projektleiter Moritz Steinhardt. Sein Projekt „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. (BMBF). „Der internationale Benchmark, der seinerzeit erstellt wurde, wurde ausführlich evaluiert und konnte gut für 2018 sowie die kommenden Jahre angepasst werden.“ Dabei wurde auch überprüft, mit welchen Regionen sich in den vergangenen Jahren gute Kontakte und Kooperationen ergeben haben.

Für den Benchmark erfolgte eine Stärken-Schwächen-Analyse im Vergleich zu internationalen Spitzenregionen. Damit sollten komplementäre Regionen und Netzwerke zu OWL und it’s OWL gefunden werden. Ziel ist es, sich gemeinsam zu vernetzen, voneinander und übereinander zu lernen sowie gemeinsame Projekte durchzuführen. Aktuelle Fokusregionen, die sich aus der Neubewertung ergeben haben, sind China, Finnland, Indien, Japan, die USA und Kanada.

v. l. Tedman-Jones, Steinhardt, Najjaran
Diskutierten mögliche Kooperationsmodelle und kommende Projekte (v. l.): Dr. Jennifer Tedman-Jones (Director of Business Development, Mitacs UBC), Moritz Steinhardt (it’s OWL, Projektleiter Internationalisierung) und Dr. Homayoun Najjaran (Professor, Okanagan School of Engineering).

„Kanada war nach unserer ersten Analyse nur im erweiterten Fokus, da wir bisher wenig mit kanadischen Unternehmen und Netzwerken zu tun hatten,“ so Steinhardt. Doch im März dieses Jahres führte eine Delegationsreise rund 30 interessierte Kanadier zu it’s OWL. Diese Reise wurde organisiert vom BMBF und der kanadischen Botschaft. So entstand ein erster Austausch. Unter anderem mit Teilnehmern von der University of British Columbia (UBC). Diese sahen beim Besuch gleich Analogien zu Kanada. Vor allem im Bereich der Digitalisierung seien sich beide Länder sehr ähnlich.

Aus dieser ersten Annäherung entstand im September dieses Jahres ein BMBF-geförderter Gegenbesuch in Kanada. Vor Ort sollten konkrete Projekte ausgelotet werden. „Wir streben vor allem Projekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz an. Zum einen ist das ein Kernbereich der it’s OWL Innovationsplattform. Zum anderen ist die kanadische Forschung dazu weit fortgeschritten,“. so Steinhardt. Ziel des it’s OWL Projektes „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ ist ein Matching von Partnern in OWL mit der UBC und kanadischen Industriepartnern. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: Im Januar 2019 werden Projektskizzen zu den Forschungsvorhaben eingereicht. Bei positivem Bescheid sollen die Projekte voraussichtlich im Herbst beginnen. Gefördert wird das mit bis zu drei Millionen Euro vom BMBF. Die gleiche Fördersumme steuert die kanadische Seite bei.

Über dieses konkrete Vorhaben hinaus hat der intensive Kontakt mit der UBC seit Jahresbeginn zu weiteren Möglichkeiten in Kanada geführt. Die UBC ist Teil des Superclusters „Digital Technology“0 in Kanada. Die fünf Supercluster wurden 2017 von der kanadischen Regierung initiiert und werden für die kommenden fünf Jahre mit rund 950 Millionen kanadischen Dollar gefördert. Diese Cluster sind vergleichbar mit der Spitzenclusterförderung der Bundesrepublik Deutschland. Auch hier ergeben sich wieder starke Parallelen zwischen OWL und der Region British Columbia. Zum Treffen der Supercluster im Rahmen einer Konferenz in Kanada wurde it’s OWL aufgrund seiner bisherigen Erfolge vom BMBF eingeladen. Das Hauptthema der mit über 400 Besuchern gut besuchten Veranstaltung war die Aktivität von Clustern und Netzwerken. Dieses Kennenlernen und Netzwerken war ein weiterer Baustein zu einer verstetigten deutsch-kanadischen Kooperation und soll noch einige internationale Projekte im Bereich der Intelligenten Technischen Systeme nach sich ziehen.

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