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„Riesen-Erfolg für die Region“

40 Millionen Euro aus Berlin: it’s OWL siegt im Spitzencluster-Wettbewerb


Bielefeld/Berlin, 19. Januar 2012. In OstWestfalenLippe knallen die Sektkorken: Die regionale Hightech-Strategie „it’s OWL“ gehört zu den Siegern im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung. „Das ist ein Riesen-Erfolg für die Region und demonstriert eindrucksvoll die Leistungsstärke unserer Wirtschaft und Wissenschaft. Der Sprung unter die Spitzencluster zeigt, dass wir zur Champions League der Wirtschafts- und Technologiestandorte gehören“, freut sich Herbert Sommer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe Marketing GmbH. Lohn des Kraftakts: Das Bundesforschungsministerium stellt 40 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Technologien bereit.

Unter dem Dach der Clusterstrategie „it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe“ arbeiten 173 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen zusammen. Konzeptioneller Leiter ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier,  Vorstand des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn. Die OWL Marketing GmbH koordiniert den Prozess. „Die Strategie trägt dazu bei, leistungsfähige Produktion am Standort Deutschland zu halten, und wird einen starken Impuls für die Innovationsregion OstWestfalenLippe geben“, erklärt Jürgen Gausemeier.

Mit Hilfe der Fördermittel aus Berlin werden in den nächsten Jahren 45 Forschungs- und Entwicklungsprojekte in die Tat umgesetzt und völlig neue Produkte konzipiert – vom intelligenten Haushaltsgerät über die sich selbst optimierende Maschine bis zum Erntefahrzeug, das seine Umgebung analysiert. Teil des Programms ist der Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen. Jürgen Gausemeier verweist auf die enorme Bedeutung des Clusters für die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Region: „Wir bauen die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft aus, stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sichern Beschäftigung und schaffen neue Arbeitsplätze in der Region.“

Gefeiert wird der Erfolg aber nur kurz, denn nun gilt es, die Ärmel aufzukrempeln. So müssen bis Ende März beim Bundesforschungsministerium die Förderanträge für einen Großteil der Projekte gestellt werden. Zudem wird it’s OWL für die Profilierung des Standorts genutzt: Unter der Erfolgsmarke präsentieren OWL Marketing und OWL Maschinenbau mit zahlreichen Partnern OstWestfalenLippe auf der Hannover Messe im April als Spitzentechnologie-Standort.

Herbert Sommer ist überzeugt, dass der Cluster it’s OWL den Zusammenhalt und die Vernetzung in OstWestfalenLippe dauerhaft voranbringen wird: „Die Initiative zeigt deutlich, dass wir sehr viel erreichen können, wenn wir unsere Kräfte in der Region bündeln.“

 

Stimmen zum Erfolg im Spitzencluster-Wettbewerb

Karl-Heinz Stiller, Aufsichtsratsvorsitzender Wincor Nixdorf, Paderborn
„Mit der Auszeichnung untermauern wir unseren Anspruch, zu den wettbewerbsstärksten und dy-namischsten Technologiesstandorten zu gehören. Jetzt müssen wir weiter unsere Kräfte bündeln, und ich bin sicher, dass wir unsere Spitzenposition im globalen Wettbewerb ausbauen – und natür-lich auch die Bekanntheit und Attraktivität der Region verbessern.“

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl
„Dieser herausragende Erfolg zeigt die Leistungsfähigkeit der Region in Wirtschaft sowie Wissen-schaft und ist eine Riesenchance für OWL. Eine regionale Gesamtstrategie ist wichtig und wird für Wachstum und Beschäftigung in unserer Region sorgen. Ich danke Prof. Jürgen Gausemeier und der OWL Marketing GmbH für die hervorragende Arbeit. Ich bin mir sicher, dass der Erfolg unserer Region weiteren Auftrieb und neue Impulse für die Zukunft geben wird.“

Hans Beckhoff, Geschäftsführender Gesellschafter Beckhoff Automation, Verl
„Die Zusammenarbeit von starken Unternehmen und Spitzenforschungsinstituten in OWL ist ein-zigartig. Mit der Spitzencluster-Förderung erfahren wir einen Schub – und können unsere Kompe-tenzen noch besser in Wettbewerbsvorteile auf den Märkten umsetzen. Insbesondere die Unter-nehmen der Elektronindustrie werden mit intelligenten technischen Systemen Produktionsprozes-se leistungsfähiger und effizienter machen.“

Dr. Eduard Sailer, Geschäftsführer Miele & Cie. KG, Gütersloh
„Die Unternehmen brauchen die geographische Nähe zu Spitzenforschung. Als Spitzencluster werden wir die Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur in OWL weiter ausbauen. Aus den Fraunhofer-Aktivitäten in Paderborn und Lemgo sollen bis 2016 eigenständige Fraunhofer Institute werden. Damit ergibt sich ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen – und ein weiterer Anziehungspunkt für Spitzenfachkräfte.“

Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld
„Dieser Erfolg ist ein großer Gewinn für Hochschulen und Unternehmen – und damit für ganz OstWestfalenLippe. Durch die Förderung durch das Bundesforschungsministerium erfolgt der Transfer unserer Forschung in die Unternehmen der Region in Zukunft massiver und schnel-ler. Auch wird die anwendungsorientierte Forschung in unseren Universitäten stärker ange-regt. Hinzu kommt: Unternehmen erfahren schon frühzeitig von neuen Forschungsthemen, die für ihre Branche bedeutsam sind.“

Dr. Oliver Herrmann, Präsident Hochschule Ostwestfalen-Lippe
„Die Schlagkraft, die in OWL durch diesen einmaligen Verbund entsteht, wird unvergleichlich sein und nicht nur einen Fortschritt in und für die Region bedeuten, sondern weit darüber hin-aus“.

Prof. Dr. Nikolaus Risch, Präsident der Universität Paderborn:
„Wir in Ostwestfalen-Lippe können stolz auf dieses Ergebnis sein, denn diese Region ist ein äußerst lebendiger, leistungsfähiger und zukunftsträchtiger Industriestandort. Die Universität Paderborn weiß sich im Verbund mit starken Partnern und will aktiv die Zukunft mitgestalten und noch viel erreichen. Gratulation an Jürgen Gausemeier und die OWL Marketing GmbH für ihr professionelles Management.“

Prof. Dr. Friedrich Biegler-König, Vizepräsident der Fach¬hochschule Bielefeld:
„Die Freude ist groß. Das Ge¬samtpaket hat überzeugt. Wir werden nun mit unseren starken Ingenieurwissenschaften unseren Teil dazu bei¬tragen, dass im Bereich der anwendungsorien-tierten For¬schung in Kooperation mit mittelständischen Unterneh¬men Spitzenleistungen er-bracht werden. Natürlich auch vor dem Hintergrund, dass wir in naher Zukunft auf dem neuen Hochschul-Campus Bielefeld exzellente Vorausset¬zungen haben werden.“

Ortwin Goldbeck, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen:
„Sehr gute Nachricht! Es ist eine tolle Sache, dass Ostwestfalen-Lippe damit zur Königsklasse der Technologieregionen in Deutschland zählt. Die überregionale Strahlkraft OWLs wird durch diesen Zuschlag deutlich erhöht. Das Engagement bei „it's OWL“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie Unternehmen und Hochschulen projektbezogen erfolgreich zusammenarbeiten.“

Dietmar Harting, persönlich haftender Gesellschafter Harting Technologiegruppe, Espelkamp
„Hier in OWL treffen forschungsstarke Wissenschaftler und innovative Unternehmen zusammen, die besten Zutaten für ein erfolgreiches Spitzencluster. Ich freue mich über diesen großartigen Erfolg.“


it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe.

Die Marke it’s OWL steht für eine regionale Entwicklungsstrategie, um OstWestfalenLippe im europäischen Maßstab zum Standort für Spitzentechnologie auszubauen. 127 Unternehmen, 16 Hochschulen und Kompetenzzentren sowie 30 wirtschaftsnahe Organisationen setzen gemeinsam eine Clusterstrategie um, die in den Branchen Maschinenbau, Elektro, Elektronik und Automobilzulieferung die Wettbewerbsposition der Region stärkt. Wirtschaft und Wissenschaft planen Projekte im Umfang von rund 100 Millionen Euro und Programme, um den Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern. Die OstWestfalenLippe Marketing GmbH koordiniert die Umsetzung der Strategie. Konzeptioneller Leiter ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier.

www.its-owl.de


Intelligente Technische Systeme

…beruhen auf einer Symbiose von Informatik und Ingenieurwissenschaften. Sie passen sich ihrer Umgebung und den Wünschen ihrer Anwender im Haushalt, in der Produktion, im Handel und auf der Straße an, sparen Ressourcen und sind intuitiv zu bedienen. Sie bewältigen auch unerwartete Situationen in einem dynamischen Umfeld und können auf der Basis von Erfahrungswissen Gefahren frühzeitig erkennen und Strategien zur Bewältigung entwickeln.

Die Kernunternehmen von it’s OWL

Diese 25 Kernunternehmen engagieren sich mit erheblichen Eigenmitteln und setzen Innovationsprojekte um:

AEG Power Solutions GmbH
Beckhoff Automation GmbH
Benteler Automobiltechnik GmbH
Behr-Hella Thermocontrol GmbH
CLAAS KGaA mbH
Delta Energy Systems GmbH
DENIOS AG
GILDEMEISTER AG
GOLDBECK GmbH
HARTING KGaA
Haver & Boecker Maschinenfabrik
Hella KGaA Hueck & Co.
Herbert Kannegiesser GmbH
Hesse & Knipps GmbH
Infineon Technologies AG
Karl E. Brinkmann GmbH
Lenze SE
Miele & Cie. KG
Neuenkirchener Maschinenfabrik Emil Kemper GmbH
Paul Hettich GmbH & Co. KG
PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG
Weidmüller Holding AG & Co. KG
Wincor Nixdorf International GmbH
WITTENSTEIN motion control GmbH

 



Der Spitzencluster-Wettbewerb

Als ein Flaggschiff seiner Hightech-Strategie hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007 den Wettbewerb „Deutschlands Spitzencluster – Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung“ gestartet. In der dritten und letzten Runde des Wettbewerbs haben sich 24 Cluster beworben, elf von ihnen sind in die Finalrunde gelangt. Die fünf Sieger sind von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt worden. Das erfolgreiche Cluster-Quintett bekommt jeweils bis zu 40 Millionen Euro Fördermittel von der Bundesregierung.

www.spitzencluster.de

its-owl

Freuen sich über den Erfolg von it's OWL: (v. l.)

Herbert Weber (Geschäftsführer OWL Marketing), Wolfgang Marquardt (OWL Marketing)

Karl-Heinz Stiller (Aufsichtsratsvorsitzender Wincor Nixdorf)

Dr. Eduard Sailer (Geschäftsführer Miele)

Herbert Sommer (Vors. Gesellschafterversammlung OWL Marketing)

Hans Beckhoff (Beckhoff Automation)

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer (Rektor Uni Bielefeld)

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Uni Paderborn)

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier (Uni Paderborn)


Foto: Bundesministerium für Bildung und Forschung
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