Industrie 4.0 sozial- und humanverträglich gestalten

Nachhaltigkeitsmaßnahme: Technologieakzeptanz

Erfolgreiche Innovationsprozesse in Industriebetrieben sind nicht nur auf technischen Fortschritt zurückzuführen. Entscheidend ist auch, die Perspektiven der unterschiedlichen Beschäftigtengruppen (sozialverträgliche Technikgestaltung) und insbesondere der zukünftigen Anwender (humanverträgliche Technikgestaltung) zu berücksichtigen. Das gilt auch für Industrie 4.0: Die Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie die Veränderung von Arbeitsumgebungen und Organisationen finden nur Akzeptanz, wenn die Beschäftigten unmittelbar in die Planung und Durchführung dieser Projekte eingebunden sind. Bisher fehlen jedoch Instrumente, um die Kompetenzen zur sozial- und humanverträglichen Technikgestaltung in Unternehmen zu stärken.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Beratungsangeboten für eine human- und sozialverträgliche Innovations- und Technikgestaltung. Unternehmen werden sensibilisiert und unterstützt, zum einen Interessen, Erwartungen und Befürchtungen der Beschäftigtengruppen sowie zum anderen die Anforderungen und Fähigkeiten zukünftiger Anwender bei der Entwicklung von intelligenten Produkten und Produktionssystemen zu berücksichtigen.

Nachhaltigkeitsmaßnahme: Technologieakzeptanz

In Zusammenarbeit mit den Clusterunternehmen werden Workshop-Konzepte und konkrete Verfahren zu Technikfolgenabschätzung und nutzerorientierter Technikgestaltung entwickelt und umgesetzt. Diese sollen Unternehmen helfen, die Akzeptanz neuartiger Technologien zu steigern. Auf dieser Grundlage werden Leitlinien für eine human- und sozialverträgliche Technikgestaltung erarbeitet, die in einem praktischen Leitfaden zusammengestellt werden. Darüber hinaus wird eine Servicestelle eingerichtet, die Unternehmen zu Fragen der Technikfolgenabschätzung und Nutzerorientierung berät und bei der Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten unterstützt.

Durch das Projekt erhalten die Clusterunternehmen praxisorientierte Handlungsempfehlungen, um den Wandel zu einer Industrie 4.0 human- und sozialverträglich zu gestalten. Unternehmen sind dadurch in der Lage, ihre Beschäftigten und zukünftige Nutzer frühzeitig an der Entwicklung und Einführung intelligenter technischer Systeme zu beteiligen. So wird sichergestellt, dass neue Technologien und betriebliche Veränderungsprozesse von allen Beteiligten getragen werden sowie technische Innovationen auf die Bedürfnisse und Anforderungen zukünftige Anwender zugeschnitten sind. Die Servicestelle bietet ein nachhaltiges Beratungsangebot, das weiteren Unternehmen zur Verfügung steht. Die Resultate werden in Studien- und Weiterbildungsangebote integriert und über den Cluster hinaus bekannt gemacht.

Projektlaufzeit
01. Juli 2012 - 30. Juni 2016

Publikationen

Studie: Von Maschinenstürmern zu Change Agents
Intelligente Technische Systeme im Spiegel von vier Jahrzehnten Technikfolgenabschätzung

Zusammenfassung Medienstudie: Industrie 4.0 in der Öffentlichkeit

Handlungsempfehlungen für sozial- und humanverträgliche Technikgestaltung

Konzepte zur sozial- und humanverträglichen Gestaltung von Industrie 4.0

 

 

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