Keine Chance für Nachahmer

Nachhaltigkeitsmaßnahme: Prävention gegen Produktpiraterie (3P)

Produktpiraterie verursacht bei Unternehmen beträchtliche Schäden. Nach einer Studie der Europäischen Kommission wurden in 2011 mehr als 103 Mio. imitierte Produkte sichergestellt, die einen ökonomischen Schaden von über 1,1 Billionen Euro verursacht haben – Tendenz steigend. Nach eigenen Berechnungen bedeutete dies in 2011 für den Maschinenbau in OstWestfalenLippe einen Umsatzausfall von circa 680 Mio. Euro und einen Verlust von circa 3.200 Arbeitsplätzen. Gerade im Spitzencluster it's OWL werden intelligente Produkte entwickelt, die ein großes Marktpotenzial versprechen und damit eine hohe Attraktivität auf Produktpiraten ausüben. Für die Originalhersteller ist es existenziell, ihre Produkte von Anfang an zu schützen. Bestehende Schutzmechanismen sind dafür bislang nicht ausgelegt. Die neu entwickelten, intelligenten Produkte sind sehr komplex, da sie auf dem Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaften und Informatik beruhen sowie neuartige Funktionen, wie beispielsweise Selbstoptimierung, integrieren. Es müssen neuen Schutzverfahren entwickelt werden, die speziell auf diese Produkte zugeschnitten sind.

Ziel der Nachhaltigkeitsmaßnahme it's OWL 3P - Prävention gegen Produktpiraterie ist die Entwicklung eines Instrumentariums für einen präventiven Schutz von intelligenten Produkten, das aus einem Verfahren zur Erkennung von Bedrohungspotenzialen und einer Datenbank mit Schutzmechanismen besteht. Dadurch können Unternehmen geeignete Schutzmaßnahmen bereits in der Produktentwicklung integrieren.

Nachhaltigkeitsmaßname: Prävention gegen Produktpiraterie

Dazu wird die von Contra Imitatio bereits erarbeitete Bedarfsanalyse Produktschutz zu Bedrohungsanalyse weiterentwickelt, mit der Unternehmen identifizieren können, welche Entwicklungs-, Material- und Fertigungstechnologien gefährdet sind und besonders geschützt werden sollten, z.B. die Steuerungs-„Intelligenz“ eines Gerätes oder die speziellen Funktionseigenschaften einer Düse. Auf dieser Grundlage werden für schützenswerte Technologien individuelle Maßnahmen konzipiert, die Unternehmen bereits in der Produktentwicklung einsetzen können. Beispiele sind die Integration versteckter Markierungen oder Produkteigenschaften, die mit neuen, sogenannten additiven Fertigungsverfahren umgesetzt werden sollen. Die Bedrohungsanalyse und Schutzmaßnahmen werden auf ihre Funktionalität und Wirksamkeit an ausgewählten Produkten überprüft. Aufgrund dieser Erfahrungen werden die Schutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer Anwenderfreundlichkeit und Praxistauglichkeit optimiert und in einer Datenbank bereitgestellt.

Durch das von it's OWL 3P entwickelte Instrumentarium können Unternehmen ihre neuen Produkte wirkungsvoll gegen Produktpiraterie schützen. Sie können eigenständig Bedrohungspotenziale identifizieren und bereits in der Produktentwicklung geeignete Schutzmechanismen integrieren. Dadurch werden Wettbewerbsvorteile erhalten. Die Ergebnisse sind für zahlreiche Unternehmen, z.B. aus dem Maschinenbau, der Elektroindustrie und der Automobilzulieferindustrie, nutzbar. Das Instrumentarium wird über die Laufzeit der Clusterförderung von it's OWL 3P hinaus selbsttragend betrieben. Dies geschieht maßgeblich durch den Aufbau eines Netzwerks zum Schutz vor Produktpiraterie und die Weiterentwicklung der Internetplattform ConImit.de.

Projektlaufzeit
01. Januar 2013 - 30. Juni 2017


Weiterführende Informationen

www.ConImit.de

Publikationen
Broschüre: Produkt- und Know-How-Schutz (1MB)
Präsentation: Produktpiraterie kann jeden treffen (1,5MB)

 

 

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