Wie intelligente Maschinen entstehen – Sonderforschungsbereich der Universität Paderborn präsentiert Ergebnisse

Paderborn, 20. Juni 2014. Der Sonderforschungsbereich „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus“ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn hat sein Ziel erreicht: Für Unternehmen ist es nun möglich, eigenständig intelligente Maschinen zu entwickeln – nach Anleitung. Diese finden sie in zwei neu erschienenen Büchern und in einer interaktiven Fachausstellung im Netz. Hier erhält auch die Öffentlichkeit einen Einblick in die Projektergebnisse.

Der Grundgedanke des Sonderforschungsbereichs (SFB) ist, dass Systeme ihr Handeln selbstständig an veränderte Umgebungsbedingungen anpassen. Züge könnten so nach Bedarf und nicht nach Fahrplan fahren und von selbst auf Witterungsänderungen reagieren. Solche Maschinen zu entwickeln, ist jedoch enorm aufwändig und erfordert neben spezifischem Fachwissen auch ein konkret durchdachtes Vorgehen. „Genau deshalb möchten wir Entwicklern und Entwicklerinnen einen Leitfaden an die Hand geben, welche Methoden und Verfahren bei der Realisierung hilfreich sein können“, sagt Dipl.-Wirt.-Ing. Mareen Vaßholz, Geschäftsführerin des SFB und Wissenschaftlerin am Heinz Nixdorf Institut. Die Bücher „Design Methodology for Intelligent Technical Systems“ und „Dependability of Self-Optimizing Mechatronic Systems“ (Springer Verlag) bündeln die Erkenntnisse des Forscher-Teams und geben Tipps aus der Praxis. 


Mareen Vaßholz, Geschäftsführerin des SFB 614, mit einem Miniaturroboter, der als Demonstrator für die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sowie der Abschlusspublikationen dient. (Foto: Universität Paderborn, Heinz Nixdorf Institut)
Mareen Vaßholz, Geschäftsführerin des SFB 614, mit einem Miniaturroboter, der als Demonstrator für die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sowie der Abschlusspublikationen dient. (Foto: Universität Paderborn, Heinz Nixdorf Institut)

Zusätzlich bietet eine virtuelle Fachausstellung (www.sfb614.de) die Möglichkeit, sich ein Bild über die elfjährige Forschungsarbeit zu machen und die Ergebnisse einzusehen. Dabei wird deutlich, dass die Zusammenarbeit durch Interdisziplinarität geprägt war. Vaßholz betont: „Es hat mir stets große Freude bereitet, in einem so innovativen Forschungsfeld zu arbeiten. Zu sehen, wie Informatik, Ingenieurwissenschaften und Mathematik verschmelzen und dadurch Maschinen kreiert werden können, die sich intelligent verhalten, ist wirklich toll.“

Seit 2012 finden die Erkenntnisse des SFB bereits Anwendung im Spitzencluster it's OWL. Zahlreiche Unternehmen konnten dadurch bereits erfolgreich Methoden der Selbstoptimierung in ihre Produkte und Produktionssysteme integrieren. 

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