Systems Engineering für den Mittelstand - it's OWL Fachgruppe trifft sich zum 3. Mal

Oelde, 30. Oktober 2015. 60 Teilnehmer aus Industrie und Forschung nahmen am 21. Oktober am dritten Treffen der it’s OWL Fachgruppe Systems Engineering teil. Das Treffen beim Clusterpartner GEA Westfalia Separator Group GmbH in Oelde stellte die Bedürfnisse und Chancen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den Mittelpunkt.

Durch Systems Engineering können Unternehmen die Effektivität und Effizienz ihrer Produktentwicklung steigern, Abstimmungsbedarfe verringern und nachträgliche Änderungen vermeiden. Kleine und mittlere Unternehmen haben jedoch andere Anforderungen an die Umsetzung einer ganzheitlichen Produktentstehung als große Konzerne. Teilnehmer und Referenten des Treffens der it's OWL Fachgruppe diskutierten, wie auch der Mittelstand vorhandene Methoden erfolgreich einsetzen kann.

Dr. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement) sieht in den vom BMBF finanziell geförderten Transferprojekten ein geeignetes Instrument, um KMU Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen. "Unsere Transferprojekte im Spitzencluster zeigen, dass die Methoden und Werkzeuge des Systems Engineering heute schon so weit entwickelt sind, um sie in Zusammenarbeit mit Forschungspartnern gut in KMU zu etablieren".


Die Referenten gaben mit ihre Vorträgen Einblick in die Herausforderungen für Mittelständler.
Gaben mit ihren Vorträgen Einblick in die Herausforderungen für Mittelständler: Markus Fleuter (Director Order Processing GEA), Dieter Richter (Entwicklungsleiter ARI-Armaturen), Anja Czaja (Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik), Michael Amon, (Technischer Leiter RK Rose+Krieger) und Dr. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement). Foto: David Gense

Best Practices und Erfahrungsaustausch 

Bereits im vergangenen Jahr begann Rose+Krieger mit der Einführung von Systems Engineering. Der Hersteller von Komponenten und Systemlösungen für die Automatisierungstechnik mit 560 Mitarbeitern arbeitet in einem Transferprojekt mit der Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik zusammen. Michael Amon (Technischer Leiter RK Rose+Krieger GmbH) berichtete von seinen Erfahrungen. Er sieht in der Flexibilität kleinerer Unternehmen einen großen Vorteil, den es bei wachsender Unternehmensgröße mitzunehmen gilt. 

Ähnliche Eindrücke schilderte auch Dieter Richter (Entwicklungsleiter ARI-Armaturen) im zweiten Best Practice-Vortrag. Das Unternehmen aus Schloß Holte-Stukenbrock mit mehr als 800 Mitarbeitern weltweit stellt Industriearmaturen für verschiedene Branchen her. Durch ein Transferprojekt identifizierte der Mittelständler eine Reihe von Innovationspotenzialen. In der Zusammenarbeit mit dem Forschungspartner eröffneten sich neue Perspektiven durch die Anwendung neuer Methoden auf bereits bewährte Prozesse und Produkte. 


die Notwendigkeit von Systems Engineering, um die zunehmende Komplexität von Maschinen und Anlagen auch zukünftig zu bewältigen.
Lukas Bretz (Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik) verdeutlichte die Notwendigkeit von Systems Engineering, um die zunehmende Komplexität von Maschinen und Anlagen auch zukünftig zu bewältigen. Foto: David Gense

In anschließenden Workshops hatten die Teilnehmer Gelegenheit  zu weiterem Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Ingenieuren des Gastgebers GEA und der Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik. Diskutiert wurden zum Beispiel die unterschiedlichen Rollen, die in einem fachübergreifenden Produktentstehungsprozess mit Blick auf den Lebenszyklus berücksichtigt werden müssen: Wer übernimmt das Anforderungsmanagement? Wer entwirft die Systemarchitektur? Wer stellt die Schnittstelle zum Kunden dar? Auch die Chancen und Anwendungsfelder mechatronische Modularisierung sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden thematisiert.

Das nächste Treffen der it's OWL Fachgruppe findet im Frühjahr 2016 statt. Der Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Mehr zur it's OWL Fachgruppe Systems Engineering
Die zunehmende Komplexität von Produktionssystemen stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Für eine erfolgreiche Produktentwicklung sind ein ganzheitliches Systemverständnis und die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erforderlich. Ziel der Fachgruppe ist es, disziplinübergreifende Methoden für die Entwicklung von intelligenten Maschinen und Anlagen in die Praxis zu bringen. Beteiligt sind das Fraunhofer IPT (Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik), Dassault Systèmes, die Netzwerke OWL Maschinenbau und OWL ViProSim sowie die Gesellschaft für Systems Engineering. 


Weiterführende Informationen
Querschnittsprojekt  Systems Engineering


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