Strukturiert zum Doktortitel - Hochschule OWL und Uni Paderborn eröffnen Promotionskolleg

Lemgo, 11. Juni 2013. Die Universität Paderborn und das Institut für Industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL – beide Partner des Spitzenclusters it´s OWL – eröffneten am 10. Juni das gemeinsame „Internationale Promotionskolleg Intelligente Systeme in der Automatisierungstechnik“ (ISA). Die wissenschaftliche Einrichtung ermöglicht erstmalig eine institutionalisierte, strukturierte Doktorandenausbildung an der Hochschule OWL. Zukünftig sollen hier Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Bereichen Informatik, Automatisierungstechnik und Mechatronik beider Hochschulen ihren Doktorgrad erlangen.

Ziel der Einrichtung ist es, Grundlagenforschung auf dem Gebiet der intelligenten und adaptiven Automatisierungstechnik im Rahmen von Promotionen zu leisten. „Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren bereits über eine Kooperationsvereinbarung bewährt“, so Professor Oliver Niggemann vom inIT, Sprecher des Promotionskollegs an der Hochschule OWL. „Nun haben wir das Erfolgsmodell noch weiter getrieben und erleichtern unseren Absolventinnen und Absolventen so den Zugang zu einer Promotion.“ Professor Hans Kleine Büning, Sprecher des Promotionskollegs an der Uni Paderborn ergänzt: „Die Kompetenzen der Kollegen in Lemgo und in Paderborn ergänzen sich optimal, so dass für die Promovenden beider Einrichtungen ein echter Mehrwert entsteht – aber auch für uns Professoren ist die Zusammenarbeit sehr fruchtbar.“

Ostwestfalen-Lippe ist das Zentrum für Automatisierungstechnik in Deutschland – einige der wichtigsten Technologietreiber haben ihren Firmensitz in dieser Region. „Die Hochschulen leisten mit dieser gemeinsamen Einrichtung einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Spitzenclusters "Intelligente Technische System OstwestfalenLippe – it's OWL“, so Roland Bent, Geschäftsführer bei Phoenix Contact GmbH & Co KG und Vertreter im Steuerungsgremium des Spitzenclusters it‘s OWL, der im Rahmen der Feierlichkeiten bei einer Gesprächsrunde mit den Sprechern des Promotionskollegs die Wichtigkeit von Wissenschaft für die Innovationsstärke einer Region betonte.

Diskutierten gemeinsam mit Moderatorin Judith Leimbach von Radio Lippe (zweite von links) rund um das Thema kooperative Promotionen (v.l.): Professor Oliver Niggemann (Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und Sprecher der ISA)
Diskutierten gemeinsam mit Moderatorin Judith Leimbach von Radio Lippe (zweite von links) rund um das Thema kooperative Promotionen (v.l.): Professor Oliver Niggemann (Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und Sprecher der ISA), Roland Bent (Geschäftsführer von Phoenix Contact für den Bereich Marketing und Entwicklung) und Professor Hans Kleine Büning (Institut für Informatik an der Uni Paderborn und Sprecher der ISA).

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze wünschte allen Beteiligten viel Erfolg und sagte im Vorfeld der Veranstaltung: „Ostwestfalen-Lippe ist schon lange mehr als nur ein Geheimtipp für Spitzenforschung. Mit der Universität in Paderborn und der Hochschule mit Hauptsitz in Lemgo wird die Region zunehmend zur Drehscheibe für Fortschritt in Nordrhein-Westfalen. Deshalb ist es klug, dass zwei starke Hochschulen der Region jetzt auf Nachwuchsförderung setzen und ihren Absolventinnen und Absolventen eine akademische Perspektive bieten."

Das Promotionskolleg startet mit vier Doktoranden und einer Doktorandin. Sie werden in den kommenden Jahren von einem Professor im inIT in Lemgo und einem Professor der Uni Paderborn jeweils im Team betreut. Auch für den Austausch unter den Promovenden ist die Vernetzung im Promotionskolleg von Vorteil, außerdem bietet die Einrichtung die Möglichkeit für Stipendien.

Promotionen in Deutschland

Staatliche Fachhochschulen haben in Deutschland grundsätzlich kein Promotionsrecht, den Doktorgrad können nur Universitäten oder andere Hochschulen mit Promotionsrecht verleihen. So ist immer mindestens ein Betreuer oder eine Betreuerin an einer Universität (und später ein Gutachter oder eine Gutachterin) nötig, wenn eine Promotion an einer Fachhochschule durchgeführt werden soll. Bisher ist dies vor allem durch individuelle Kontakte der Professorinnen und Professoren entstanden. An der Hochschule OWL promovieren derzeit knapp 50 Doktorandinnen und Doktoranden.

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