Spitzencluster it's OWL auf der FMB Messe (Halle 21, A27)

Paderborn, 8. November 2016. Wandlungsfähige Produktion, Assistenzsysteme mit erweiterter Realität und Simulationsmodelle für vernetztes Fahren: Das Technologie-Netzwerk it's OWL präsentiert vom 9.- 11. November auf der FMB Zuliefermesse Maschinenbau in Bad Salzuflen neue Technologien und Anwendungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren. Auf dem it's OWL Gemeinschaftsstand (Halle 21, A27) stellen acht Forschungseinrichtungen und das Clustermanagement ihre Leistungsangebote für Unternehmen vor. 

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement): „Die Forschungseinrichtungen von it's OWL machen neue Technologien und Verfahren verfügbar, mit denen Unternehmen die Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Ressourceneffizienz ihrer Produkte und Produktionsverfahren verbessern können. Im Kompetenzzentrum für den Mittelstand bereiten wir diese Ansätze auf. Auf der FMB zeigen wir an beispielhaften Anwendungen auf, wie wir Firmen unterstützen können.“

Zahlreiche Besucher informieren sich jedes Jahr auf dem it's OWL Gemeinschaftsstand auf der FMB über innovative Lösungen und Anwendungen der regionalen Forschungspartner.
Zahlreiche Besucher informieren sich jedes Jahr auf dem it's OWL Gemeinschaftsstand auf der FMB über innovative Lösungen und Anwendungen der regionalen Forschungspartner.

Der it's OWL Gemeinschaftsstand (Halle 21, A27) im Überblick

Universität Bielefeld: Neue Interaktion zwischen Mensch und Maschine

Auf dem it's OWL Gemeinschaftsstand präsentieren acht Forschungseinrichtungen Forschungsansätze und Anwendungsbereiche. Das CITEC der Universität Bielefeld demonstriert beispielsweise am Beispiel eines modernen Kaffeeautomaten, wie neue Technologien den Nutzer unterstützen können. Eine intelligente Brille kombiniert Ansätze aus den Bereichen Blickbewegungsmessung, Objekt- und Handlungserkennung, Sensorik und Erweiterter Realität (Augmented Reality) mit modernen Diagnose- und Feedbackmethoden. Die Brille kann in Echtzeit Hilfestellungen in das Gesichtsfeld des Nutzers einblenden, um auf Fehler zu reagieren und neue Handlungsoptionen zu eröffnen. Die Einblendung erfolgt in Form eines Textes, Bildes oder Avatars. Dadurch ergeben sich neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion, z.B. bei der Bedienung komplexer Maschinen, der Unterstützung von Montage- und Fertigungsprozessen oder der Kommunikation mit intelligenten Systemen. 

Das Projekt Adamaas am Exzellenzcluster CITEC entwickelt eine mitdenkende Datenbrille, die unauffällig bei alltäglichen Handlungen wie der Kaffeezubereitung unterstützt.
Das Projekt Adamaas am Exzellenzcluster CITEC entwickelt eine mitdenkende Datenbrille, die unauffällig bei alltäglichen Handlungen wie der Kaffeezubereitung unterstützt. Foto: Universität Bielefeld

Darüber hinaus zeigt die Universität Bielefeld auf der Rapid-Prototyping-Umgebung RAPTOR einen Echzeit-Ethernet-Demonstrator zum Thema "Plug-and-Produce". Unter Verwendung von rekonfigurierbarer Hardware wurde ein intelligenter Netzwerkknoten realisiert, mit dem die Kommunikationsschnittstelle automatisch an den verwendeten Kommunikationsstandard angepasst werden kann. Durch die automatische Adaption der Netzwerkschnittstelle, können beispielsweise Werkzeugmaschinen mit geringem Konfigurationsaufwand in bestehende Netzstrukturen integriert werden.

Hochschule OWL + Fraunhofer IOSB-INA: Intelligente und vernetzte Produktion

Die Forschungsinstitute des Centrum Industrial IT (CIIT), das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) und das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, präsentieren ein wandlungsfähiges Produktionssystem, mit denen sich der Messebesucher schon heute in die Fabrik der Zukunft versetzen kann. Die Lemgoer Forscher und Entwickler demonstrieren, wie Plug-and-Produce-Techniken funktionieren und wie man mit computergestützten Assistenzsystemen wie z.B. virtuellen Post-its, die Anlagenwartung und den Anlagenbetrieb von industriellen Produktionsanlagen vereinfacht und Stillstandzeiten reduzieren kann. Zudem stellen die Lemgoer mit dem Produktionssystem live vor wie man die Kompatibilität von Komponenten testen und demonstrieren kann. Jedes der Module der Multi-Vendor-Plattform ist mit einer eigenen dezentralen Steuerung ausgerüstet und integriert sich so selbständig in die Umgebung. Das gesamte System ist durchgängig vernetzt auf Basis von Standards wie Ethernet, WLAN oder OPC-UA. 

Lemgoer Wissenschaftler erzeugen über eine App virtuelle Post-its am wandlungsfähigen Produktionssystem und können dort zusätzliche Kommentare und Notizen hinterlegen.
Lemgoer Wissenschaftler erzeugen über eine App virtuelle Post-its am wandlungsfähigen Produktionssystem und können dort zusätzliche Kommentare und Notizen hinterlegen. Foto: CIIT

FH Bielefeld: Arbeitsgemeinschaft Intelligente Produktionssysteme Bielefeld

Die Fachhochschule Bielefeld stellt ihre neue Arbeitsgemeinschaft Intelligente Produktionssysteme Bielefeld (InProBiel) vor. Forschungsschwerpunkte sind innovative und wandlungsfähige Produktionsverfahren sowie neue Informationstechnologien in der industriellen Produktion und Logistik. Dabei stehen insbesondere Fertigungsmanagementverfahren und die Mensch-Roboter-Kooperation im Fokus. 

Universität Paderborn + Fraunhofer IEM: Plattform für vernetzte Fahrsimulation

Eine mobile Plattform für die vernetzte Fahrsimulation präsentiert das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn zusammen mit dem Fraunhofer IEM. Hintergrund ist, dass vernetzte Fahrassistenzsysteme zunehmend wichtiger werden, um die Effizienz und Sicherheit des Verkehrs zu verbessern. Mit der Plattform können Assistenzfunktionen und die Kooperation mehrerer Fahrer untereinander in einer virtuellen Welt getestet werden. Anwendungsbereiche sind Entwicklungen und Tests, Interaktionsanalysen und Fahrausbildungen. Dabei sind sowohl die Komplexitätsstufen der beteiligten Simulatoren als auch die Eigenschaften und Funktionen des Kommunikationssystems variierbar. Der Anwender kann ohne tiefergehendes Expertenwissen die Systemkomponenten zusammenstellen.

Bei einer vernetzten Fahrsimulation werden die Kommunikation zwischen Assistenzfunktionen und die Kooperation mehrerer Fahrer untereinander in einer virtuellen Welt getestet.
Bei einer vernetzten Fahrsimulation werden die Kommunikation zwischen Assistenzfunktionen und die Kooperation mehrerer Fahrer untereinander in einer virtuellen Welt getestet. Foto: HNI

Konkrete Unterstützungsangebote und Praxisvorträge  

In zwei neuen Projekten werden Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere) unterstützt, die Potenziale von Industrie 4.0 zu erkennen und neue Technologien einzuführen: „Digital in NRW – Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand“ – eins von elf nationalen Kompetenzzentren des Bundeswirtschaftsministeriums – und „Industrie 4.0 für den Mittelstand“. Beide Projekte werden von den Hochschulen und Fraunhofer-Einrichtungen sowie den IHKs und Wirtschaftsförderungseinrichtungen in OWL getragen. Das Spektrum der kostenlosen Angebote reicht von Veranstaltungen und individueller Beratung über Schulungen und Fachgruppen bis zu Demonstrationszentren und Quick Checks. Interessierte Unternehmen können sich auf dem it's OWL Gemeinschaftstand informieren und passgenaue Angebote zusammenstellen lassen. 

Ergänzt wird der Messeauftritt durch ein Vortragsprogramm am 11. November (Halle 21, Vortragsraum). Es gibt einen Überblick über Potenziale, Herausforderungen und Anwendungsbereiche für Industrie 4.0 sowie Unterstützungsangebote für Unternehmen. Darüber hinaus bieten Experten Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse, neue Technologien und Anwendungsbeispiele in den Bereichen Produktenwicklung, Mensch-Maschine-Interaktion und intelligente Vernetzung.


Das Vortragsprogramm (Freitag, 11. November)

10.00-10.30 UhrFit für Industrie 4.0?! – Potenziale, Anwendungsbereiche und Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen 
Thore Arendt, OstWestfalenLippe GmbH
10.30-11.00 UhrIntelligente Produktentwicklung für Industrie 4.0 
Arno Kühn, Fraunhofer-Einrichtung Entwurfstechnik Mechatronik IEM
11.00-11.30 UhrVom Virtual Reality-Prototyping bis zum Augmented Reality-Assistenzsystem 
Dr. Thies Pfeiffer, CITEC Universität Bielefeld
11.30-12.00 UhrSmart Factory – Intelligente Vernetzung für die Fabrik der Zukunft 
Pedro Rodrigues, Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA)

 

 

Die Aussteller des it's OWL Gemeinschaftstandes

Die folgenden Aussteller präsentieren sich auf dem it‘s OWL Gemeinschaftsstand (Halle 21, A27) vom 9.-11. November auf der FMB Messe in Bad Salzuflen: 

  • Exzellenzcluster CITEC (Universität Bielefeld),
  • Forschungsinstitut für Kognition und Robotik - CoR Lab (Universität Bielefeld), 
  • Arbeitsgruppe Intelligente Produktionssysteme (Fachhochschule Bielefeld), 
  • Centrum Industrial IT – CIIT, 
  • Institut für industrielle Informationstechnik – inIT (Hochschule Ostwestfalen-Lippe), 
  • Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (Lemgo), 
  • Heinz Nixdorf Institut (Universität Paderborn), 
  • Fraunhofer-Einrichtung Entwurfstechnik Mechatronik (Paderborn), 
  • Digital in NRW – Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand, 
  • OstWestfalenLippe GmbH und 
  • it's OWL Clustermanagement GmbH

 

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