"Sie sind spitze!" - Centrum Industrial IT (CIIT) ist Ort des Fortschritts

Lemgo, 21. März 2014. Rund 150 geladene Gäste feierten gestern im CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) in Lemgo die Auszeichnung zum NRW-„Ort des Fortschritts“. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze würdigte das CIIT in ihrer Ansprache als „Innovationsmotor“: „OWL ist mal wieder ganz oben in NRW. Sie sind spitze!“ Unter den Gästen war das Who-is-Who der ostwestfälischen Wirtschaft, Wissenschaft und der Politik vertreten. Mit tatkräftiger Unterstützung der Ehrengäste wurde der erste Spatenstich zum zweiten Gebäudeteil des CIIT gemacht.

Wirtschaft trifft Wissenschaft – das darf man im CIIT wörtlich verstehen. Seit Gründung 2010 arbeiten hier renommierte Forschungseinrichtungen und regional verwurzelte, am Markt unabhängig agierende Unternehmen der Privatwirtschaft gemeinsam auf dem Gebiet der IT-basierten Automatisierungstechnik. Für diese außergewöhnliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft wurde das CIIT am 20. März 2014 von Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. Das Ministerium ehrt damit Institutionen in Nordrhein-Westfalen, die Ökonomie, Ökologie und Soziales innovativ verbinden und Fortschritt für die Gesellschaft ermöglichen. Ministerin Svenja Schulze lobte die langfristig angelegte interdisziplinäre Zusammenarbeit im CIIT. „Wissenschaft und Wirtschaft ziehen hier gemeinsam an einem Strang – dauerhaft, Tür an Tür und unter einem Dach. Und davon profitieren beide.“, so Schulze in ihrer Laudatio.

Sybille Hilker, Leiterin der CIIT-Geschäftsstelle nahm die Auszeichnung zum „Ort des Fortschritts“ entgegen. „Stolz können die Initiatoren und Investoren von damals und heute sein! Vor nicht einmal fünf Jahren erschien es fast kühn - inmitten von Ostwestfalen-Lippe - an ein derartiges High-Tech-Forschungszentrum überhaupt zu denken. Man hat gemeinsam an diese Sache geglaubt und – da zeigten sich die wahren Unternehmer - nicht nur geredet, sondern aktiv etwas für den Standort getan!“

Die CIIT-Partner freuten sich über diese Wertschätzung und festigten ihr Engagement am Standort Lemgo: Auf grüner Wiese wurde mit Ministerin Svenja Schulze der erste Spatenstich zum neuen Gebäude gemacht. Das CIIT wird auf die doppelte Fläche vergrößert, ab Sommer 2015 stehen dann 10.000 m² für Forschung und Technologietransfer zur Verfügung.

 

Der erste Spaten ist gesetzt (v.l.n.r.): Dr. Reiner Austermann (Bürgermeister Stadt Lemgo), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin Regierungsbezirk Detmold), Friedel Heuwinkel (Landrat Kreis Lippe), Dr. Oliver Herrmann (Hochschule OWL), Ministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Jürgen Jasperneite (Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA), Roland Bent (Phoenix Contact), Christine Eisert, Sybille Hilker (CIIT), Dr. Peter Köhler (Weidmüller), Dr. Eberhard Niggemann (Weidmüller).

Die Erweiterung ist für einen der beiden Hauptinitiatoren, Professor Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA) und des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL, eine natürliche Konsequenz. „Das Wachsen des CIIT ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit am Standort. Das wird mit Sicherheit nicht die letzte Erweiterung auf dem Weg zu einem CIIT-Forschungscampus sein“, verriet Jasperneite.

Roland Bent, Geschäftsführer von Phoenix Contact: „Durch die einmalige Konstellation mit Wissenschaft und Industrie unter einem Dach ist mit dem CIIT in OWL ein international anerkannter Wissens-Cluster zum Technologiefeld Industrial IT entstanden.“ So sieht es auch Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold. „Das CIIT ist in seiner jungen Geschichte bereits zu einem Meilenstein geworden, OWL zu einer der wettbewerbsstärksten und dynamischsten Regionen Europas zu entwickeln. Dieser Erfolg wird durch das enorme Wachstum des Centrums eindrucksvoll belegt.“

Optimale Bedingungen auch für Studenten: „Dies zeigt sich beispielsweise in unserem praxisnahen Studium und in der hervorragenden Lehre, die unsere Studierenden optimal auf das Berufsleben vorbereitet. Auch dank des CIIT ist die Hochschule OWL eine der ersten Adressen in Deutschland, wenn es um ein Studium im Bereich der Automatisierungstechnik geht. Nicht umsonst hat die Hochschule OWL im letzten CHE-Ranking der Zeit den ersten Platz im Elektrotechnik-Studium erreicht“, so Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL.

Gerade diese Nähe zu jungen Nachwuchstalenten und zum innovativen Forschungsumfeld ist ein Vorteil für Unternehmen. So sieht es Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller Gruppe: „Für beides bietet uns das CIIT eine perfekte Plattform, durch räumliche Nähe und durch den Fokus auf partnerschaftliche Zusammenarbeit, die wir im Rahmen der Kooperation auch leben. Das CIIT trägt so dazu bei, die Vorreiterstellung der Region in der Automatisierungstechnik weiter auszubauen.“

Auch kleine und mittelständische Unternehmen, wie ISI Automation, profitieren von der Zusammenarbeit im CIIT. „Für uns ist das Konzept voll aufgegangen“, erklärt Frank Marek, Geschäftsführer von ISI Automation.

Das Netzwerk ist weiterhin offen. „Wir sind explizit kein "Closed-Shop". Wir haben ja auch Netzwerkpartner außerhalb des Gebäudes mit denen wir zusammenarbeiten. Wir sind ein offenes Netzwerk und es gibt viele interessante Partner die zu uns passen“, unterstreicht Professor Volker Lohweg, Geschäftsführer von OWITA und Vorstandsmitglied des inIT.

Weitere Informationen
www.ciit-owl.de 

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