OWL im Blickfeld der Produktpiraten – it's OWL bietet Hilfestellung zur Prävention

Paderborn, 19. Februar 2015. Produktpiraterie kann jeden treffen! Das demonstrierte die Verleihung des Schmäh-Preises „Plagiarius“ für besonders dreiste Nachahmungen auf einer Frankfurter Konsumgütermesse »Ambiente«. Gleich zwei der betroffenen Opfer stammen aus OstWestfalenLippe. Die Nachhaltigkeitsmaßnahme "Prävention gegen Produktpiraterie" berät und informiert, wie Unternehmen ihr Wissen und ihre Produkte schützen können.

Den ersten Platz bei der Verleihung des Anti-Preises Plagiarius erhielt die chinesische Firma Shenzhen Jin Xiong für die dreiste Fälschung von zwei Heißluftgebläsen der Marke STEINEL aus Herzebrock-Clarholz. Eine Couch der Firma COR aus Rheda-Wiedenbrück wurde sogar von dem nur knapp 12 km entfernten Konkurrenten Christmann aus Langenberg kopiert. Original und Fälschung sehen sich täuschend ähnlich.


Der erste Preis des Plagiarius Award 2015: Rechts die Fälschungen (Shenzhen Jin Xiong of internal and external electronic tools Co., Shenzhen, China) - links: die Originale von STEINEL Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz. Foto: Aktion Plagiarius e.V.
Der erste Preis des Plagiarius Award 2015: Rechts die Fälschungen (Shenzhen Jin Xiong of internal and external electronic tools Co., Shenzhen, China) - links: die Originale von STEINEL Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz. Foto: Aktion Plagiarius e.V.
Zum Verwechseln ähnlich: links das Original-Polstermöbelsystem von COR aus Rheda-Wiedenbrück, rechts das Plagiat von Christmann GmbH aus Langenberg. Foto: Aktion Plagiarius e.V.
Zum Verwechseln ähnlich: links das Original-Polstermöbelsystem von COR aus Rheda-Wiedenbrück, rechts das Plagiat von Christmann GmbH aus Langenberg. Foto: Aktion Plagiarius e.V.

Die Schäden durch Produktpiraterie sind vielfältig und immens. Allein 2013 haben die EU-Zollbehörden knapp 36 Millionen rechtsverletzende Produkte im Wert von 760 Millionen Euro an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt. Rund 79% der festgehaltenen Waren kamen aus China und Hongkong. Originalhersteller müssen oftmals neben Know-how-Verlust auch Imageschäden und Profiteinbußen erdulden. Erfreulich ist es daher, dass die große Medienwirkung des Plagiarius eine abschreckende Wirkung hat: Einige Nachahmer nahmen Restbestände der Plagiate vom Markt, unterschrieben Unterlassungserklärungen oder gaben ihre Lieferanten preis. Doch solche Einzelmaßnahmen lösen nicht das Problem der oft international organisierten Produkt- und Markenpiraterie.

Die Nachhaltigkeitsmaßnahme "Prävention gegen Produktpiraterie" (itsowl-3P) bietet Unternehmen praxiserprobte Hilfestellung. Interessierte erhalten im Rahmen von Workshops oder Beratungsveranstaltungen einen Einblick in die unterschiedlichen Facetten von Produktpiraterie, lernen Methoden zur Bedrohungsanalyse kennen und erarbeiten konkrete Handlungsmöglichkeiten zum umfassenden Produkt- und Know-how-Schutz. Ziel ist es praxisnahe Vorgehensweisen zur Lösung von Problemstellungen im eigenen Unternehmen zu entwickeln.

 

Kontakt
Katharina Altemeier, UNITY AG, Tel. 02955 743466, katharina.altemeier@unity.de

Weiterführende Informationen
Projekt: Prävention gegen Produktpiraterie
www.plagiarius.de     

 

 

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