Mit dem Softwaretool „MarktLab“ werden Kunden Teil der Produktenwicklung

Münster, 29. Juni 2016. Mit dem neuen Softwaretool „MarktLab“ können Unternehmen Kundenpräferenzen schon in der Produktentwicklung berücksichtigen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Produkt auch den Anforderungen der Kunden entspricht und auf dem Markt nachgefragt wird. Das Tool wurde vom Institut für Anlagen und Systemtechnologien (IAS) der Universität Münster entwickelt und steht Clusterpartnern kostenfrei zur Verfügung. 

Der durch die Globalisierung anwachsende Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen ständig, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Gleichzeitig scheitern aber bis zu 80% der Neuentwicklungen bei der Markteinführung und amortisieren so nie die geleisteten Entwicklungskosten. Ein Schlüssel zur Senkung dieser „Flop-Rate“ von neuen Produkten liegt in der frühzeitigen Integration von Kunden in den Entwicklungsprozess.

Ein zentrales Problem stellt sich jedoch dann, wenn die Innovation neue funktionale Eigenschaften besitzt, die komplex und disruptiv sind. Das Vorstellungsvermögen der Kunden reicht dann häufig nicht aus, um die Vorteile der Veränderungen durch die Innovation zu erkennen. In der Praxis kommt in dieser Situation häufig ein Prototyp der Innovation zum Einsatz. 

Das IAS ist im Zuge des Spitzenclusters it‘s OWL der Fragestellung nachgegangen, ob virtuelle Realitäten – bspw. im Rahmen von Präferenzmessungen mit Hilfe der Conjoint Analyse – eine kostengünstigere Lösung bieten können. Die Anwendung einer solchen multimedial gestützten quantitativen Methode zur Präferenzmessung bereitet vielen Unternehmen jedoch Probleme. 

Das Softwaretool „MarktLab“ ermöglicht über eine Weiterentwicklung der Conjoint Analyse die zuverlässige und kostengünstige Messung von Kundenpräferenzen.
Das Softwaretool „MarktLab“ ermöglicht über eine Weiterentwicklung der Conjoint Analyse die zuverlässige und kostengünstige Messung von Kundenpräferenzen. Bild: IAS

Jetzt hat das IAS im Zuge der Nachhaltigkeitsmaßnahme Marktorientierung das Softwaretool „MarktLab“ geschaffen. Hinter dem Tool verbirgt sich eine Software zur Durchführung und Berechnung der Conjoint Analyse, die es ermöglicht, den Kundennutzen von einer großen Anzahl verschiedener Produktvarianten bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Entwicklungsprozess zu bestimmen. Bei der Programmierung des Tools wurde besondere Aufmerksamkeit auf die intuitive Bedienbarkeit gelegt, um die notwendigen Methodenkenntnisse möglichst gering zu halten. In Pilotprojekten mit Claas, DMG Mori und Hella wurde das Verfahren erfolgreich getestet.  

Das Tool steht allen Clusterpartnern kostenfrei unter http://conjoint.uni-muenster.de zur Verfügung und kann sowohl auf Messen als auch online zur frühzeitigen Bestimmung von Kundenpräferenzen genutzt werden. Darüber hinaus haben alle Clusterpartner die Möglichkeit, an den von der UNITY AG und ScMI AG durchgeführten Transferaktivitäten teilzunehmen, um das MarktLab und seine Fähigkeiten kennenzulernen. 


Kontakt
Philipp Buff, Tel. 0251 8329920, philipp.buff@uni-muenster.de

 

Mehr Informationen
Softwaretool "MarktLab"
Nachhaltigkeitsmaßnahme Marktorientierung

 

 

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