Kompetenzzentrum für den Mittelstand in NRW feiert Eröffnung

Dortmund, Paderborn 2. Mai 2016. „Digital in NRW. Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand“ stellte am 2. Mai seine Angebote bei der Eröffnungsveranstaltung in Dortmund vor. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in NRW haben ab sofort eine kostenlose und kompetente Anlaufstelle, wenn es um die Digitalisierung ihrer Produkte und Prozesse geht.

Rund 200 Gäste aus Industrie, Wissenschaft und Politik informierten sich bei der Eröffnungsveranstaltung des Kompetenzzentrums am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund über die besonderen Herausforderungen, vor denen mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung stehen. Deutlich wurde, dass der Weg hin zur Industrie 4.0 Schritt für Schritt erfolgt. Viele Mittelständler bräuchten Orientierung bei der Priorisierung und bei der Verknüpfung der einzelnen Schritte. „Ziel unserer Angebote ist es, Unternehmen auf jeder Stufe der Industrie 4.0 abzuholen und mit Ihnen den nächsten Schritt anzugehen“, sagte dazu Dr.-Ing. Patrick Beaujean (Geschäftsführender Oberingenieur am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen). Beaujean stellte die Angebote des Kompetenzzentrums vor: Es bietet Informationsveranstaltungen, eröffnet den Zugang zu Demo-Zentren in Forschung und Industrie und organisiert Weiterbildungsangebote für die Industrie 4.0. Darüber hinaus unterstützt es Unternehmen bei der Erarbeitung ihrer eigenen Industrie 4.0-Strategie und begleitet sie in konkreten Projekten. 

Die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung des Kompetenzzentrums freuten sich über die Industrie 4.0-Kompetenz für den Mittelstand in NRW.
Bei der Eröffnungsveranstaltung des Kompetenzzentrums freuten sich über die Industrie 4.0-Kompetenz für den Mittelstand in NRW: Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (it‘s OWL und Fraunhofer IEM), Dr.-Ing. Patrick Beaujean (Werkzeugmaschinenlabor WZL, RWTH Aachen), Sabine Poschmann (MdB, SPD-Bundestagsfraktion), Dr. Andreas Goerdeler (BMWi), Stefan Schreiber (IHK zu Dortmund), Thorsten Hülsmann (EffizienzCluster Management), Dr. Sven Nußbaum (DLR), Angelika Müller (BMWi), Werner Kohnert (DLR) und Prof. Michael ten Hompel (Fraunhofer IML). Foto: André Siebers

Bis Ende 2018 will das mit knapp 7 Mio. Euro geförderte Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum 300 Informationsveranstaltungen, 100 interaktiv gestaltete Workshops und gut 25 Umsetzungen für die Industrie 4.0 realisieren. „Das sind herausfordernde Pläne“ freute sich Dr. Andreas Goerdeler (Leiter der Unterabteilung „Nationale und europäische Digitale Agenda“ am BMWi). „Mit unserer Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, zu der auch das Kompetenzzentrum hier in Dortmund gehört, wollen wir bundesweit praxisnahe und an den Bedürfnissen des Mittelstandes orientierte Angebote für kleine und mittlere Unternehmen schaffen. Sie sollen Vertrauen in die Möglichkeiten der Digitalisierung bekommen und u.a. anhand von konkreten Beispielen aus Unternehmen lernen, wie Industrie 4.0 geht.“ 

Das Rezept: Forschungspartner vor Ort und Technologietransfer 

Zutat für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung ist zum einen der regionale Aufbau des Kompetenzzentrums. Es bündelt das Fachwissen von Projektpartnern aus den Regionen Rheinland (intelligente Produktionstechnologie), Metropole Ruhr (intelligente Logistik und Wertschöpfungsnetzwerke) und OstWestfalenLippe (intelligente Automatisierung und Intelligente Technische Systeme). „Etwa 20% der deutschen Mittelständler kommen aus NRW. Der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen profitiert enorm davon, dass sich drei forschungsstarke Regionen nun im Kompetenzzentrum zusammentun und als regionale Ansprechpartner für Unternehmen agieren“, so Sabine Poschmann, stellvertretende wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin und Mittelstandsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. 

Zum anderen setzt das Kompetenzzentrum auf ein erprobtes Konzept für den Technologietransfer in den Mittelstand:  „Es existieren sehr konkrete und nutzenbringende Technologien für die Umsetzung der Industrie 4.0. Unsere Aufgabe ist es, diese praxisnah zu vermitteln und gemeinsam mit den Unternehmen in die Umsetzung zu gehen, “ sagte Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL und Direktor am Fraunhofer IEM in Paderborn). Erfahrung mit dem Technologietransfer in mittelständische Unternehmen bringt etwa die Zusammenarbeit mit dem Spitzencluster it's OWL. 

Thorsten Hülsmann (Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH) freute sich deshalb besonders, dass viele Netzwerkpartner bei der Eröffnungsveranstaltung dabei waren:  „Gerade die Kombination von technologischer Expertise und der Erfahrung im Transfer zeichnen das einzigartige Netzwerk in NRW aus. Wir setzen als Kompetenzzentrum auf die gute Zusammenarbeit mit etablierten Netzwerkpartnern.“ 

„Digital in NRW“ im Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital“ des BMWi 

Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand in NRW ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. 


Die Projektpartner des Kompetenzzentrums 

Region Rheinland 

  • Werkzeugmaschinenlabor (WZL) 
  • Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) 

Region Metropole Ruhr 

  • EffizienzCluster Management GmbH 
  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML 

Region OstWestfalenLippe mit dem Spitzencluster it's OWL 

  • Fraunhofer-Einrichtung für Entwurfstechnik Mechatronik IEM 
  • Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) 
  • Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn 
  • die AG Kognitronik und Sensorik &  das Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) der Universität Bielefeld 
  • Hochschule Ostwestfalen-Lippe 

 

Mehr Informationen
www.digital-in-nrw.de 

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