it’s OWL Transfergutscheine: Bis zu 60.000 Euro Förderung für KMU

Ab sofort können sich kleine und mittlere Unternehmen aus OstWestfalenLippe wieder für Transferprojekte im Spitzencluster it‘s OWL bewerben. Mithilfe eines neuen Gutscheinmodells haben sie eine einfache und schnelle Fördermöglichkeit, um gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation zu ermitteln und an Lösungen zu arbeiten. Bis zu 80 Prozent der Kosten werden durch das Land Nordrhein-Westfalen erstattet. Für Transferprojekte stehen in den kommenden fünf Jahren 5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Wie Spitzentechnologie an die Basis kommt

Die Effizienz der Produktion steigern, weniger Maschinenausfall oder eine Arbeitserleichterung für Mitarbeiter durch digitale Assistenzsysteme – die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet für Unternehmen große Chancen. Durch das it’s OWL Transfermodell haben seit 2012 auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in OWL die Möglichkeit, von neuen Technologien großer Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu profitieren. Mit der zweiten Förderphase von it’s OWL nimmt der Technologietransfer noch mehr Raum ein. Ab sofort haben KMU erneut die Möglichkeit, neue Transferprojekte über den Spitzencluster durchzuführen. Das Format hat sich gegenüber der ersten Förderphase allerdings etwas verändert: Die Abwicklung erfolgt jetzt über it‘s OWL-Transfergutscheine.

Beratung und Vermittlung durch Transferpartner

Mit einem neuen Gutscheinmodell sollen Antrag, Bewilligung und Abwicklung der Transferprojekte möglichst unbürokratisch ablaufen. In einem ersten Schritt entwickeln interessierte Unternehmen eine grundlegende Idee, welche konkrete Herausforderung im Bereich der digitalen Transformation sie angehen wollen. Beispiele für Themen sind Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen, Lösungen im Bereich der intelligenten Vernetzung von Maschinen und Anlagen, die Analyse und Verbesserung von IT-Sicherheitsstrategien, die Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, Potenzialanalysen für den Einsatz von Selbstoptimierung, Strategien für ein effizientes Energiemanagement oder Maßnahmen zur Implementierung neuer Geschäftsmodelle.

Unterstützung bei der Projektentwicklung und Kontakte zu passenden Forschungseinrichtungen erhalten Unternehmen vom it’s OWL Clustermanagement und dessen Transferpartnern wie der IHK Ostwestfalen, der IHK Lippe, OWL Maschinenbau, InnoZent OWL, proWirtschaft GT und der OWL GmbH.

Sobald das Projekt konkretisiert ist, holt das Unternehmen ein Angebot bei dem jeweiligen Forschungspartner ein. Das Angebot wird mit einem Antrag beim it´s OWL Clustermanagement eingereicht. Das Antragsformular befindet sich auf der it’s OWL Internetseite unter http://www.its-owl.de/services/technologietransfer/transferprojekte/.

Formale Kriterien

Es dürfen sich nur Unternehmen bewerben, die laut EU-Richtlinien als KMU gelten, also weniger als 250 Mitarbeiter haben. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Unternehmen Mitglied beim it’s OWL e. V. sind oder werden.

Zwischen Antrag und Bewilligung vergehen maximal acht Wochen. Danach haben die Projektpartner zwölf Monate Zeit, das Projekt durchzuführen. Der Projektstart ist erst nach der Förderzusage möglich. Für das Projekt geht das KMU in finanzielle Vorleistung. Erst nach Abschluss wird die Rechnung beim Projektträger eingereicht und der Gutschein ausgezahlt. Bei kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeiter ist eine Förderung bis zu 80 Prozent möglich. Bei mittleren bis 250 Mitarbeiter bis zu 60 Prozent.

Inhaltlich wird bei der Förderung in zwei Gutscheinvarianten unterschieden, die mit unterschiedlichen Summen gefördert werden: Der erste Bereich umfasst Analyse- und Konzeptionsprojekte. Im zweiten Bereich geht es um Befähigung und Umsetzung. Projekte aus dem ersten Bereich können mit maximal 20.000 Euro gefördert werden. Projekte aus dem zweiten mit maximal 40.000 Euro. Pro Jahr kann ein Unternehmen aus jedem Bereich einen Gutschein bewilligt bekommen, also eine maximale Förderung von 60.000 Euro. Dabei können die Projekte aufeinander aufbauen. Bis 2022 stehen rund fünf Millionen Euro Fördermittel für Transferprojekte zur Verfügung. Bis zum Ende der Förderphase können jederzeit kontinuierlich Projektanträge eingereicht werden. Feste Stichtage und Fördertranchen gibt es nicht mehr.

Erfolgsbilanz

Ein Blick zurück zeigt, wie erfolgreich der Technologietransfer aus dem Spitzencluster it‘s OWL bisher war: Seit 2012 gab es 171 Transferprojekte. 74 Prozent der Unternehmen sind mit dem Projektablauf zufrieden. 69 Prozent geben an, dass sie eine wesentliche Weiterentwicklung vollzogen haben.

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