it's OWL geht in die nächste Runde: Projekte für die nächsten 5 Jahre

Paderborn, 22. November 2017. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft im Spitzencluster ist ein Erfolgsmodell und wird fortgeführt. Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben eine Strategie für die nächsten fünf Jahre entwickelt. Das Land hat dafür Fördermittel in Höhe von ca. 50 Mio € in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit den Clusterpartnern werden jetzt neue Projekte entwickelt. 

it's OWL ist ein starker Impuls für die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Gewerbes in OstWestfalenLippe. Bei der Weiterführung von it's OWL ab 2018 geht es unter darum, aus der Digitalisierung als Gewinner hervorzugehen. Gemeinsam werden die Clusterpartner daher neue Smarte-Services, Geschäftsmodelle und Qualifizierungsangebote entwickelt. Kleine und mittlere Unternehmen werden unterstützt, neue Lösungen zu implementieren. Dabei sollen auch die Nutzer von digitalen Lösungen, also die Beschäftigten, von Anfang an mitgenommen werden.

Günter Korder, Prof. Dr. Roman Dumitrescu und Herbert Weber leiten die Geschäfte der it's OWL Clustermanagement GmbH.
Günter Korder, Prof. Dr. Roman Dumitrescu und Herbert Weber leiten die Geschäfte der it's OWL Clustermanagement GmbH.

Das Land NRW und das Clustermanagement erarbeiten derzeit die Fördermodalitäten für die neuen Projekte. Wie in der bisherigen Strategie wird it's OWL einen Eigenanteil von 50% einbringen, so dass wieder ein Gesamtprojektvolumen von 100 Mio € erreicht wird. In einem Arbeitsausschuss entwickelt das Clustermanagement gemeinsam mit Vertretern der Clusterpartner Ansätze für erste Projekte, die voraussichtlich ab Mitte 2018 starten können. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Verabschiedung des Landeshaushalts, der für Januar 2018 vorgesehen ist. Die Strategietagung am 6. Dezember bietet allen Clusterpartnern die Möglichkeit, Ansätze und Beteiligungsmöglichkeiten zu diskutieren. 

Neue Technologieplattform, Plattformen und künstliche Intelligenz

Bislang lagen viele „maschinenahe“ Innovationen im Fokus der Clusterprojekte, wie z.B. intelligente Sensorik- und Aktoriklösungen oder Automatisierungskomponenten. Der Ausbau der Technologieführerschaft kann jedoch nur gelingen, wenn die Nutzenpotenziale durch informationsverarbeitende Prozesse mit kognitiven Funktionen erschlossen werden. Hier ergeben sich zukünftig vier neue technologische Herausforderungen: autonome Systeme, dynamisch vernetzte Systeme, Produkt-Service-Systeme sowie sozio-technische Systeme. Vor diesem Hintergrund muss die Innovationsplattform des Spitzenclusters weiterentwickelt werden, beispielsweise in den Bereichen Security & Safety sowie Wertschöpfungsnetze. 

In einem möglichen Leitprojekt soll es voraussichtlich darum gehen, die Potenziale von digitalen Plattformen im industriellen Einsatz zu erschließen. Dabei stehen die zu erbringende Marktleistung und der digitale Kundenzugang im Fokus. In einem weiteren Leitprojekt soll der Einsatz von Verfahren der künstlichen Intelligenz wie beispielsweise Data Analytics erforscht werden, um die eigene Wertschöpfung der beteiligten Unternehmen zu verbessern. Beide Projekte sollen von Konsortien aus rund 12 Unternehmen und Forschungseinrichtungen umgesetzt werden. 

Technologietransfer in KMU und Weiterbildungsakademie

Das erfolgreiche Konzept des Technologietransfers wird fortgeführt. Auch zukünftig haben KMU die Möglichkeit, in Transferprojekten gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen im Kontext Industrie 4.0 zu lösen. Anders als bisher sollen dabei auch Verbundprojekte mehrerer KMU möglich sein. Die Ausschreibung von Transferprojekten wird in Abhängigkeit von der Verabschiedung des Haushalts voraussichtlich Ende Januar erfolgen. 

Damit die Unternehmen in OWL die Potenziale der Digitalisierung erschließen können, brauchen sie geeignete Fachkräfte. Der technologische Wandel muss sich daher auch in der Bildung widerspiegeln. Nachwuchs- und Fachkräfte müssen für neue Technologien im Kontext Industrie 4.0 qualifiziert werden. Dazu wollen wir die Kompetenzen und Erfahrungen der Unternehmen und Forschungseinrichtungen in bedarfsgerechten Weiterbildungsangeboten verfügbar machen und in einer it's OWL Academy bündeln.

Unternehmensgründung und Unternehmertum 

Im Zuge der zunehmenden Dynamik der Wirtschaft haben Unternehmensgründungen für OstWestfalenLippe eine zentrale Bedeutung. Darüber hinaus müssen Nachfolgeprozesse und der zeitgleich stattfindende digitale Wandel eines Unternehmens in Einklang gebracht werden. Für diese Herausforderungen wollen wir praxisnahe Ansätze entwickeln. Geschäftsideen im Bereich der intelligenten Fertigung sollen identifiziert und zu erfolgversprechenden Geschäftskonzepten weiterentwickelt werden. Start Ups sollen gefördert und ihre Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen intensiviert werden. 

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