Wegbereiter für Industrie 4.0

Das ursprünglich durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) initiierte Zukunftsprojekt Industrie 4.0 unterstützt den Wandel hin zu einer modernen Industrie und will diesen aktiv mitgestalten. In diesem Zuge gilt der Spitzencluster it's OWL als das größte und konkreteste Projekt im Kontext Industrie 4.0. 

Die duale Strategie

Den Potenzialen des Wandels hin zur Industrie 4.0 stehen vielfältige technologische, organisatorische und gesellschaftliche Herausforderungen gegenüber, die nur durch eine enge Verzahnung von Fabrikausrüstern und produzierenden Unternehmen zu bewältigen sind. Fabrikausrüster müssen sich als Leitanbieter positionieren, um vorhandene Basistechnologien weiterzuentwickeln und an die Anforderungen der Produktion anzupassen. Für Hersteller gilt es, Märkte zu gestalten um den Aufbau und Betrieb von intelligenten technischen Systemen in der Produktion zu ermöglichen. Diese als duale Strategie bezeichnete Verzahnung bildet einen wesentlichen Bestandteil des Zukunftsprojekts Industrie 4.0. 

Mit einer stark durch die Elektroindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau geprägten Struktur verkörpert it's OWL diese duale Strategie. Beispielsweise halten die Clusterunternehmen Beckhoff, Harting, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller einen Weltmarktanteil von 75% in der elektronischen Verbindungstechnik. Als Fabrikausrüster setzen sie Standards im Bereich der industriellen Automatisierung. Von diesen Entwicklungen profitieren auch die Maschinen- und Anlagenbauer, für die der Einsatz von intelligenten technischen Systemen erhebliche Innovationspotentiale verspricht. Ergänzt durch eine starke Forschungslandschaft bündelt der Spitzencluster it's OWL somit Kompetenzen und Bedarfe. 

Konkrete Lösungen für Industrie 4.0

Mit der Umsetzung von 47 Forschungsprojekten im Gesamtumfang von ca. 100 Mio. Euro liefert it's OWL außerdem konkrete Produkte, Technologien und Lösungen für den Einsatz intelligenter technischer Systeme in der industriellen Anwendung. Das Ziel ist die Entwicklung von Bausteinen zur Verwirklichung des Leitbildes einer Industrie 4.0. Die Anwendungsfälle sind vielfältig und reichen von Automatisierungskomponenten für die wandlungsfähige Produktion bis hin zur selbstoptimierenden Fabrik. Grundlage hierfür sind Forschungsarbeiten zu Themen wie Plug-and-Produce, Self-X, Mensch-Maschine-Interaktion oder Systems Engineering.

Die für diesen Innovationssprung benötigten Technologien werden im Cluster in einer Technologieplattform gebündelt, die durch die Querschnittsprojekte entsteht. Auf Basis dieser Technologieplattform entwickeln die Industriepartner des Clusters in Innovationsprojekten Produkte, Produktionssysteme und Dienstleistungen für unterschiedliche Zielmärkte. Die Technologieplattform bildet auch die Grundlage des Technologietransfers, der insbesondere mittelständisch geprägten Produktionsunternehmen den Zugang zu Industrie 4.0 erleichtern wird.  

Broschüre: Lösungen aus dem Spitzencluster

Die 2016 überarbeitete Broschüre ist Teil der Reihe "Auf dem Weg zu Industrie 4.0". Sie beschreibt die konkreten Technologien und Lösungen aus dem Spitzencluster und zeigt den Nutzen und die Potenziale von Industrie 4.0 anhand von Best-Practice-Beispielen auf. Sie können die Broschüre hier durchblättern oder unter Downloads herunterladen. 

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